Derzeit entsteht der wahrscheinlich größte Change-Prozess aller Zeiten. 

von Carlo Didillon

Die Zeichen der Zeit

Betrachten wir die Stimmungen der Menschen in unserem Lande erkennen wir schnell die latente Unzufriedenheit. Corona hat diese Stimmung nun ins unerträgliche gesteigert. Existenzängste, Orientierungslosigkeit, Sinnlosigkeit, Zukunftsängste sind weit verbreitet. Erniedrigung, Mobing, Zurechtweisungen und Chancenlosigkeit in den Unternehmen kommen noch dazu.

 

Das Problem der Unternehmen und Führungskräfte.

Die Unternehmen fangen an zu straucheln, Pleiten sind bereits an der Tagesordnung. Ja und da ist dann noch die Führungskraft, sie soll natürlich das alles meistern und richten. Die Krise überwinden, die Digitalisierung vorantreiben, die Mitarbeiter motivieren und natürlich bis ans Limite Leistung zeigen. Kein Wunder also, dass die Arbeit da oft keinen großen Spass mehr macht. So kann und wird es auf Dauer nicht weitergehen. Was bloß kann man tun? Die Last ist für den einzelnen zu groß geworden! Ganz gleich ob es der Mitarbeiter, die Führungskraft oder selbst der Unternehmer ist, es trifft uns derzeit alle hard und genau darin steckt die Essence des Wandels. Wir verändern uns.

 

Die Schmerzen des Wandels

Erstaunlicher weise ist es in der Natur ganz häufig so, dass wir erst den Zenit des Schmerzes selbst durchleiden müßen, bevor wir bereit sind uns zu verändern. Wir lernen gerade schmerzlich, dass es im Alleingang nichts mehr geht. Unser Erfolg wird in Zukunft immer mehr davon abhängen, in wie weit es uns gelingt, das „Miteinander“ für uns zu entdecken und zu erleben. Nur gemeinsam können wir die Herausforderungen in der Zukunft meistern. Die alt bekannten Hierarchien haben sich in dieser digitalisierten und globalisierten und immer schneller werdenden und total vernetzten Welt als unbrauchbar erwiesen. Das muss man einfach mal so hart sagen!  Eine Hierarchie ist immer ein starres Gebilde, da sitzt einer oben und meint er wüsste wie es geht und die anderen sollen es ausführen. Wenn sich die Welt verändert, können sich diese Hierarchien nicht schnell genug auf die Veränderungen am Markt und der Kundenwünsche und andere Bedingungen einstellen. Stellen sie sich ein Riesen Containerschiff vor, wie es durch ein falsches Manöver auf einmal auf die Klippen zusteuert und es nicht schafft die Kurve zu kriegen. Deshalb versuchen im Augenblick händeringend alle großen Unternehmen diese Hierarchien dünner zu machen also flacher. Aber Sie wissen oft nicht wie es geht. 

 

Der Lösungsansatz wird immer klarer!

Wir haben seit 10.000 Jahren Menschheitsgeschichte diese Hierarchien und jetzt wollen wir diese auf einmal wegkriegen? Das heißt, es muss etwas geben, dass eine Gemeinschaft trotzdem durch irgendetwas zusammenhält. Und deshalb heißt das Modell, was dann nach der Hierarchie kommt die individualisierte Gemeinschaft. Es gilt zukünftig verstärkt die Devise, „Nur gemeinsam sind wir stark“! Auf jeden kommt es an, alle brauchen einander und alle gehören zusammen. Soviel zum Thema Gemeinschaft. Die wichtigste Erkenntnis ist, dass wir am erfolgreichsten sind, wenn wir glücklich und begeistert unsere Arbeit verrichten können. Wir brauchen die Freiheit und Sicherheit nach unseren Vorstellungen agieren zu können und die Verbundenheit des Teams mich in unserem Vorhaben zu unterstützen. Nur so bin ich zukünftig in der Lage erfolgreich zu sein.

Sie spüren vielleicht schon den Paradigmenwechsel, wir Endwickeln uns zu Individualisten die in der Gemeinschaft unschlagbar werden. Im nächsten Artikel gehen wir auf die Umsetzung ein. Wie gelingt es diesen Kulturwandel mit zu gestallten und was ist meine Aufgabe als Führungskraft. Wie stelle ich mich richtig auf die Zukunft ein, darum geht es dann im dritten Teil.

 

Ihr Carlo Didillon

 Link zum ersten Artikel "Die Zukunft der Arbeitswelt".    mehr...

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